Erneuerbare stehen für Brandenburgs Wirtschaftskraft – benötigen aber Kontinuität

Brandenburger Sommerabend 2026
Erneuerbare stehen für Brandenburgs Wirtschaftskraft – benötigen aber Kontinuität
Beim traditionellen Brandenburger Sommerabend trafen sich auch in diesem Jahr Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur zum Austausch. Die gute Stimmung täuscht nicht darüber hinweg: Der Landesverband Erneuerbare Energien Berlin Brandenburg (LEE BB) übt deutliche Kritik am aktuellen Regierungskurs.
„Kling klang – die Straße entlang“ – das Konzert von Keimzeit setzte den Soundtrack des Abends, mit guter Laune und nostalgischen Mitsing-Vibes. Wie schon in den vergangenen Jahren präsentierten sich auf dem weitläufigen Areal des SportParks Luftschiffhafen auch in diesem Jahr zum Brandenburger Sommerabend Unternehmen, Verbände und Institutionen, die für Brandenburgs vielfältige und lebendige Wirtschaft stehen.
Das Spektrum der Aussteller reichte von Rolls-Royce, der LEAG, Tesla über den BER bis zu regionalen landwirtschaftlichen Größen wie dem Spargelhof Klaistow und Werder Frucht.
Erneuerbare sind Fundament für Industriestandort Brandenburg
Als Verband der Erneuerbaren repräsentiert der LEE BB wie kaum sonst jemand die Wirtschaftskraft Brandenburgs. Mit jeder Biogasanlage, jedem Nahwärmenetz oder Solarpark ist die Branche regional verwurzelt – und unverzichtbarer Partner vieler Agrarbetriebe und Gemeinden. Gleichzeitig erzeugen die Mitglieds-Unternehmen Energie im großen Maßstab und liefern damit das Fundament für den Industriestandort und für Arbeitsplätze im Land.
„Der Austausch mit anderen Akteuren aus Politik und Wirtschaft ist für uns sehr wichtig. Denn die Energiewende entsteht nicht am Reißbrett, sondern dort, wo Menschen konkret gemeinsam machen“, erklärt Sebastian Haase, Geschäftsführer des LEE BB.
Die Gelegenheit zum Austausch haben die Mitglieder des LEE intensiv genutzt. „Wir brauchen die Zusammenarbeit aller Beteiligten: Von Unternehmen und Betreibern, Kommunen und Städten, Politik und Verbänden, Landkreisen und Investoren“, so Haase weiter.




Branche zunehmend unter Druck
Mit einem Anteil von über 50 Prozent an der Brandenburgischen Stromproduktion und einer direkten, regionalen Wertschöpfung von über 500 Millionen Euro allein aus Wind- und Solarenergie können die erneuerbaren Energien selbstbewusst auftreten. Gerade in Krisenzeiten, wenn fossile Energien durch internationale Krisen immer teurer werden, zeigt sich der Wert der sicheren Energieversorgung durch regionale, erneuerbare Energien.
Dabei steht die Branche aktuell unter Druck. Grund sind nicht nur steigende Kosten in der Lieferkette, sondern auch und vor allem Reformpläne der Bundesregierung – etwa das aktuell geplante Netzpaket. Mittelfristig ist dadurch auch der Transformationspfad hin zu den Erneuerbaren in Gefahr. Auch darauf hat der Verband am Sommerabend aufmerksam gemacht.
Das schlägt den Bogen zurück zu Keimzeit: „Kling klang“ von Keimzeit war ursprünglich mehr als ein Gute-Laune-Lied. Der Song entstand Ende der 80er, als DDR-Bürger nur eingeschränkt reisen durften – die besungene Sehnsucht nach Feuerland war auch der Wunsch nach Aufbruch in die Freiheit.
Passend, oder? Denn bei aller guten Laune: Die Eingriffe in die energiepolitischen Rahmenbedingungen dämpfen die Aufbruchsstimmung ins Land der Erneuerbaren deutlich. Daran müssen wir arbeiten!
„Wir bedanken uns herzlich bei allen, die diesen Abend möglich gemacht haben. An erster Stelle nennen wir die Sponsoren aus unserem Verband, aber auch die Organisatoren vom WirtschaftsForum Brandenburg e.V.“ – Sebastian Haase, Geschäftsführer LEE BB






















